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Häufig gestellte Fragen zum Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China

Grundlagen

Welches Ziel verfolgt der Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China?

Das Ziel des Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China ist es, über die Förderung von Austausch und themenbezogener Projektarbeit zwischen deutschen und chinesischen Partnerschulen internationale Verständigung nachhaltig zu gestalten. Der Austausch miteinander und damit einhergehend auch der Austausch von Ideen ist dabei ein Mittel zum Ziel, gemeinsam eine lebenswerte, gerechte und zukunftsfähige Welt zu schaffen.

Inwiefern tragen Schulaustauschprogramme zur internationalen Verständigung bei?

Internationale Schulpartnerschaften sind ein ideales Lernfeld, um sprachliche, besonders aber auch interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und zu erweitern und somit eine Grundlage zu Völkerverständigung zu legen:

  • Sie bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eine andere Kultur zu erfahren, sowie Fremde und Fremdes besser zu verstehen. Sie tragen dazu bei, Toleranz und Einfühlungsvermögen gegenüber anderen Lebensweisen zu entwickeln.
  • Die Schülerinnen und Schüler lernen zudem, sich mit Stereotypen auseinanderzusetzen und sie zu hinterfragen. Dies hilft, fremden Kulturen sensibel, aufgeschlossen und vorurteilsfrei zu begegnen.
  • Internationale Schülerbegegnungen dienen zudem dazu, die eigene kulturelle Sozialisation zu erkennen, zu verstehen und zu reflektieren.
  • Sie tragen zur Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen bei und haben angesichts der Globalisierung und multikultureller Gesellschaften auch berufsqualifizierende Aspekte.
  • Nicht zuletzt haben Schülerinnen und Schüler die Chance, ihre Fremdsprachenkenntnisse in authentischen Situationen aktiv anzuwenden und auszubauen.

 

 

Inhalte und Kommunikation

Wie werden Lehrerinnen und Lehrer durch den Fonds unterstützt?

Lehrkräfte, deren Austauschmaßnahme durch den Schulpartnerschaftsfonds gefördert wird, verpflichten sich, an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. Die Mittel für diese Fortbildungen stellt die Stiftung zur Verfügung, die Länder unterstützen durch die Freistellung der Lehrkräfte. Eine maßgeschneiderte Fortbildungs- und Netzwerkveranstaltung unterstützt die Lehrerinnen und Lehrer in der Durchführung sowie der Vor- und Nachbereitung ihrer Austauschbegegnung.


Für eine persönliche Beratung können sich Lehrkräfte an die Ansprechpartnerinnen in Deutschland und China wenden.

In Deutschland ist Anna-Luisa Liedtke beim PAD in Bonn zuständig:
+49 (0)228 501 366
Opens window for sending emailanna-luisa.liedtke@kmk.org

In China ist Steffi Stadelmann vom Goethe-Institut Peking zuständig:
+86 10 8251 2909 132
Opens window for sending emailstefanie.stadelmann@peking.goethe.org


Wie viele Schülerinnen und Schüler können pro Schule mitfahren / werden gefördert?

Die reisenden Gruppen aus Deutschland und China sollten jeweils nicht weniger als 11 Personen (10 Schüler und eine Begleitlehrkraft) umfassen. Gefördert werden max. 25 Personen. Bei einer Gruppe von 10 Schülerinnen und Schülern wird eine Begleitlehrkraft gefördert. Bei einer Gruppe von 11 bis 21 Schülerinnen und Schülern werden zwei Lehrkräfte bezuschusst. Ab 22 Schülerinnen und Schülern werden bis zu drei Lehrkräfte gefördert.

Wofür sind jeweils die Kontaktpersonen in Deutschland und China zuständig?

Die Ansprechpartnerinnen im Goethe-Institut China und im Pädagogischen Austauschdienst (PAD) in Bonn dienen als zentrale Anlaufstellen für interessierte Schulen und Lehrkräfte in beiden Ländern. Sie informieren über den Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China, über Fördermöglichkeiten und Anforderungen, geben Hilfestellung bei der Planung von Austauschbegegnungen und bei der Suche nach Partnerschulen und sie organisieren Fach- und Netzwerktagungen für Lehrkräfte. Generell gilt, dass das Goethe-Institut in China Anlaufstelle für chinesische Schulen und der PAD in Bonn für deutsche Schulen ist.


Die Ansprechpartnerinnen sind darüber hinaus zuständig für die Prüfung und Bearbeitung der Anträge von Schulpartnerschaften, für die Auszahlung der Gelder an die Schulen und für die Kontrolle der ordnungsgemäßen Verwendung der Mittel.

Wie erfolgt die Unterbringung der Gäste?

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Unterkunft der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien erfolgt. Dies stärkt den interkulturellen Kontakt, das Verständnis für die jeweilige Lebenswelt und damit auch die Verständigung untereinander. In begründeten Ausnahmen kann von dieser Vorgabe abgesehen werden.

Voraussetzungen für eine Antragstellung

Wer ist antragsberechtigt?

Grundsätzlich sind alle deutsch-chinesischen Schulpartnerschaften antragsberechtigt. Voraussetzung dafür ist, dass sie einen projektorientierten Austausch planen und gemeinsam einen Förderantrag stellen. Die Ausschreibung richtet sich vor allem, aber nicht nur, an deutsche und chinesische Schulen, die Chinesisch- bzw. Deutsch-Unterricht anbieten, sei es als reguläres Fach oder als AG. Empfohlen wird ein Austausch für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren. Darüber hinaus sollen besonders auch jene Schulen unterstützt werden, die einen berechtigten Bedarf an Fördergeldern formulieren, z. B. aufgrund des Standortes oder des Schülerklientels. Es besteht auch die Möglichkeit einer Beantragung zusätzlicher Mittel bei nachgewiesener Bedürftigkeit einzelner Schülerinnen und Schüler (Opens internal link in current windowAntrag im Dokumentencenter).

Wünschenswert ist darüber hinaus, dass die Schulen für ihre Austauschbegegnung zusätzlich einen Förderantrag im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) beim PAD gestellt haben bzw. stellen werden. Aus diesen Mitteln ist u. a. auch die Förderung von Besuchen von Einzelpersonen zur Vorbereitung des Schüleraustausches möglich. Ausdrücklich werden auch hier Schulen aller Schulformen gefördert.


Die Austauschbegegnungen sollen Teil einer auf Langfristigkeit und Gegenseitigkeit ausgerichteten Schulpartnerschaft sein. Dies bedeutet, dass wechselseitige Besuche an den Partnerschulen in China und Deutschland stattfinden. Nur in Ausnahmefällen kann von dieser Regelung abgewichen werden. Für Sprachreisen, Orchesterreisen, Studienfahrten und Austausche ohne Projektbezug können keine Anträge auf Zuschüsse gestellt werden.


Die Aufenthaltsdauer beträgt mindestens sieben, maximal 21 Tage während der Schulzeit im Gastland (plus An- und Abreise). Der Aufenthalt im Partnerland muss mindestens zur Hälfte der Zeit mit der Arbeit am gewählten Projekt verbracht werden.


An mindestens drei Austauschtagen müssen die deutschen und ausländischen Schülerinnen und Schüler in der Schule sein. Dabei können sie sowohl hospitieren als auch gemeinsame thematische Arbeit bzw. Projektarbeit leisten. Alternativ besteht die Möglichkeit von zwei Schulbesuchstagen und einem Tag in einer schulähnlichen Institution.

Muss eine Partnerschaft zwischen den Schulen bereits existieren?

Es muss bereits eine Partnerschaft zwischen den Schulen existieren. Die Förderanträge können nur gemeinsam gestellt werden. Es muss jedoch noch keine Austauschbegegnung zwischen den Partnerschulen stattgefunden haben.

Ist die Kenntnis der jeweils anderen Sprache Voraussetzung für die Förderung?

Die jeweils andere Sprache muss nicht bekannt sein oder unterrichtet werden. Es ist jedoch in jedem Fall ein positiver Aspekt bei der Bewertung des Antrags, wenn ein Interesse an der jeweils anderen Sprache bzw. Kenntnisse derselben vorgewiesen werden können. Partnerschaften mit Schulen in China, in denen Deutsch als Fremdsprache (DaF) unterrichtet wird, werden bevorzugt behandelt. Dasselbe gilt für Schulen in Deutschland, die Chinesisch-Unterricht anbieten, sei es als reguläres Fach oder als AG.

Sind auch Begegnungen mit Schulen aus Taiwan möglich?

Begegnungen mit Schulen aus Taiwan sind möglich. Das Ziel des Austausches von Menschen und Ideen zwischen dem deutschen und dem chinesischen Kulturraum wird hier ebenso erfüllt wie bei einer Begegnung mit Schulen aus der VR China.

Werden vorbereitende Besuche von einzelnen Personen gefördert?

Im Rahmen des Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China werden keine vorbereitenden Besuche von Einzelpersonen zur Vorbereitung von Austauschmaßnahmen gefördert. Möglich ist dies jedoch im Rahmen des Programms Opens internal link in current window„Schulen - Partner der Zukunft” (PASCH).

Antragstellung

Bis wann können Anträge auf Förderung durch den Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China gestellt werden? Welcher Zeitraum wird gefördert?

Während der Laufzeit des Mercator Schulpartnerschaftsfonds gelten folgende Termine:

  • Antragsfrist 1.8.2017 für Begegnungen zwischen dem 1.10.-2017 - 31.7.2018,
  • Antragsfrist 1.6.2018 für Begegnungen  zwischen dem 1.8.2018 - 31.7.2019,
  • Antragsfrist 1.6.2019 für Begegnungen  zwischen dem 1.8.2019 - 31.7.2020.

 

 

An wen ist ein Antrag auf Förderung durch den Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China zu richten?

Der Antrag ist in der jeweiligen Landessprache auszufüllen und an die zuständige Institution zu richten.


Für Schulen in Deutschland:

Kontaktstelle des Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China
im Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der KMK
z.Hd. Anna-Luisa Liedtke
Graurheindorfer Str. 157
53117 Bonn
Tel.: +49 (0)228 501 366

Opens window for sending emailanna-luisa.liedtke@kmk.org


Für Schulen in China:

Goethe-Institut China 北京德国文化中心·歌德学院 (中国)
Steffi Stadelmann
Cyber Tower Building B 17/F,
2 Zhong Guan Cun South Ave.,
Haidian District, Beijing 100086
北京市海淀区中关村南大街2号数码大厦B座17层
邮编 100086
Tel.: +86 10 8251 2909 132
Opens window for sending email stefanie.stadelmann@peking.goethe.org

Die Antragsformulare ab Oktober 2017 sind zweisprachig und werden gemeinschaftlich von den Partnerschulen bearbeitet.

Sind Mehrfachförderungen möglich?

Pro Partnerschaft und Programmjahr kann nur ein Austauschprojekt (mit Besuch und Gegenbesuch) gefördert werden. Eine erneute Förderung in einem folgenden Programmjahr ist je nach Antragslage möglich. Grundsätzlich möglich ist es, jährlich Opens internal link in current windoweinen Förderantrag über PASCH zu stellen.

Ist es möglich ein Projektthema mehrfach umzusetzten?

Es ist denkbar, ein Projekt mehrfach umzusetzen. Hier sollte aber eine inhaltliche Weiterentwicklung erkennbar sein und begründet werden.

Wo sind die Antragsformulare zu finden?

Alle notwendigen Formulare können im Downloadbereich unter  Opens internal link in current windowProgramminformationen Mercator Schulpartnerschaftsfonds heruntergeladen werden. Die aktuellen Formulare werden jeweils mit der neuen Ausschreibung veröffentlicht.

Nach welchen Gesichtspunkten wird ein Antrag bewertet?

Voraussetzung für die Förderung einer Austauschbegegnung sind die vollständig ausgefüllten und fristgerecht eingereichten Bewerbungsunterlagen. Darin sollten das Thema der Begegnung und das durch die deutschen und chinesischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam durchzuführende Projekt deutlich benannt sein. Die Projektkonzepte sind Teil der Bewerbung und Grundlage für das Auswahlverfahren. Die Anträge werden ferner auf die Aspekte Programmumsetzung und Bedürftigkeit bewertet. Der Austausch muss innerhalb der angegebenen Zeit stattfinden und die Anzahl der mit projektbezogener Arbeit verbrachten Tage an der Gastschule muss eingehalten werden. Besonders wichtig ist die Gemeinschaftlichkeit der Projektarbeit. Im Downloadbereich finden Sie dazu ausführliche Informationen, eine Checkliste und Merkblätter: Opens internal link in current windowProgramminformationen Mercator Schulpartnerschaftsfonds

Gibt es Themenschwerpunkte für die Austauschbegegnung?

Das Thema für das Projekt kann beliebig gewählt werden. Denkbar sind zum Beispiel aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, die in beiden Ländern relevant sind. Denkbar wären gemeinsam bearbeitete Projekte mit einer aktuellen Fragestellung, die sich mit den Beziehungen beider Partnerländer beschäftigt. Weitere Projektthemen können sich aus dem Schulprogramm oder aus dem sozialen Umfeld der jeweiligen Schule ergeben. Besonders lohnend sind Themen, bei deren Bearbeitung auch die Lebenswelt und Lebenserfahrung der Lernenden aus den verschiedenen Herkunftsländern einbezogen werden können.

Gibt es eine Mindestaufenthaltsdauer?

Die Aufenthaltsdauer sollte sieben Tage (ohne An- und Abreise) nicht unterschreiten.

Wer sind Ansprechpartner in Deutschland und China?

In Deutschland ist Anna-Luisa Liedtke beim PAD in Bonn zuständig:


+49 (0)228 501 366
Opens window for sending emailanna-luisa.liedtke@kmk.org

In China ist Steffi Stadelmann vom Goethe-Institut Peking zuständig:

+86 10 8251 2909 132
Opens window for sending emailstefanie.stadelmann@peking.goethe.org



Besteht ein Rechtsanspruch auf Förderung?

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Finanzierung

Wofür können Mittel beantragt werden?

Der Zuschuss des Partnerschaftsfonds soll einen Teil der entstehenden Fahrtkosten decken. Weitere Aufenthaltskosten, Programm- und Projektkosten werden nicht übernommen. Es besteht die Möglichkeit, einen zusätzlichen Opens internal link in current windowFörderantrag beim PAD über die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) zu stellen.

Woher kommen die Mittel für den Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China?

Der Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China wird im Wesentlichen aus Mitteln der Stiftung Mercator finanziert. Mehr Informationen zur Stiftung Mercator finden Sie auf der Webseite der Stiftung unter  Opens external link in new windowwww.stiftung-mercator.de.

Wie hoch ist die Fördersumme?

Ein Austauschprojekt einer deutsch–chinesischen Schulpartnerschaft wird mit insgesamt bis zu 14.000 € unterstützt. Abhängig von der Gruppengröße liegt der Förderbetrag zwischen 4.950 € und 7.000 € pro Schule. Grundsätzlich wird die Förderung als Pauschalbetrag, abhängig von der Anzahl der mitfahrenden Personen, gezahlt. Es handelt sich dabei um einen Zuschuss für die Reisekosten zur Partnerschule und zurück.

Im Einzelfall, bei nachgewiesener Bedürftigkeit, können zusätzlich 200 € pro Person beantragt werden.

In der Regel werden 12 Austauschprojekte pro Schuljahr gefördert.

Was bedeutet finanzielle Bedürftigkeit?

Vorrangiges Kriterium bei der Bedürftigkeitsprüfung ist das Vorliegen einer besonderen, finanziellen Bedürftigkeit bzw. Notlage, aufgrund derer eine Schülerin oder ein Schüler die Teilnahme an dem Austauschprogramm nicht mit eigenen Mitteln finanzieren kann. Demnach dürfen die Einkommen der Erziehungsberechtigten nicht über den Regelsätzen des Bundessozialhilfegesetzes gem. § 53 Abs.2 Abgabenordnung liegen. Einen Antrag auf zusätzliche finanzielle Unterstützung können demnach grundsätzlich alle Eltern stellen, die eine wirtschaftliche Bedürftigkeit glaubhaft machen können, welche die vollständige Teilhabe ihres Kindes am Austauschprogramm des Mercator Schulpartnerschaftsfonds einschränkt. Das Antragsformular finden Sie unter Opens internal link in current windowProgramminformationen Mercator Schulpartnerschaftsfonds. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Können zusätzliche Fördermittel bei anderen Programmen oder Institutionen beantragt werden?

Die Förderung ein und derselben Maßnahme aus verschiedenen Mitteln ist zulässig. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, einen zusätzlichen Förderantrag beim PAD über die Opens internal link in current windowInitiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) zu stellen.


Grundsätzlich jedoch gilt, dass die insgesamt erhaltenen Gelder die tatsächlichen Ausgaben für den jeweiligen Posten (Reise) nicht übersteigen dürfen.

Können auch chinesische Schulen Zuschüsse beantragen?

Ja, seit Oktober 2017 werden chinesisch–deutsche Schulpartnerschaften gemeinsam bezuschusst. Die zweisprachigen Förderanträge werden gemeinsam bearbeitet und anschließend in der jeweiligen Landessprache bei der entsprechenden Kontaktstelle eingereicht.

Wie wird abgerechnet?

Jede deutsche Schule, die Fördermittel erhalten hat, muss der Kontaktstelle in Bonn einen Kurzbericht über den Besuch sowie eine von den Schülerinnen und Schülern angefertigte Projektdokumentation einreichen. Darüber hinaus müssen, gemeinsam mit dem Verwendungsnachweis, eine unterschriebene Teilnehmerliste sowie die Tickets (Flugscheine, Bahn- und Bustickets, etc.) spätestens vier Wochen nach Beendigung der Begegnung eingereicht werden.

Mittel, die nicht gemäß Antrag und Förderkriterien verwendet wurden, müssen innerhalb eines festgesetzten Zeitraums zurückgezahlt werden.

Gleiches gilt für die chinesische Schule, die diese Unterlagen an die Ansprechpartnerin im Goethe-Institut China richtet.

An wen werden Gelder ausgezahlt?

Die deutsche Schule erhält die Gelder über den PAD, die chinesische Schule durch das Goethe-Institut China. Die Schulen müssen über ein offizielles Schul- oder Fördervereinskonto verfügen, auf das der Zuschuss überwiesen werden kann. Auf Individuen (Koordinatoren, Schulleiter) lautende Bankverbindungen sind nur als Treuhandkonten zulässig.

Nach der Antragstellung ...

Wie erfolgt die Bewertung der Anträge und Auswahl der zu fördernden Austauschbegegnungen?

Die Bewertung der Anträge wird im Rahmen einer deutsch–chinesischen Jurysitzung vorgenommen. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des PAD, der Stiftung Mercator, des Goethe-Instituts China und der Länder. Fördermittel werden nur dann vergeben, wenn die Förderkriterien sowie die vorgegebenen Qualitätsmerkmale eingehalten werden. Weitere Hinweise hierzu finden sich in den Merkblättern auf der  Opens internal link in current windowInternetseite des Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China. Für eine Beratung im Vorfeld der Antragsstellung stehen die Ansprechpartnerinnen des Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China zur Verfügung.

Bis wann kann ich mit einer Zu-/Absage rechnen?

Der Bescheid über Bewilligung oder Ablehnung des Antrags wird ca. vier Wochen nach Einsendeschluss per E-Mail versandt. Eine schriftliche Benachrichtigung per Post folgt im Anschluss. Die Schulen, die durch die Jury für eine Förderung ausgewählt werden, erhalten gemeinsam mit dem Bescheid einen Schulvertrag. Dieser muss, gezeichnet durch die Schulleitung, zwei Wochen nach Versand der Unterlagen an den PAD bzw. das Goethe-Institut China zurückgesendet werden und ist Grundlage für die Auszahlung der Fördermittel.

Wann wird die Fördersumme überwiesen?

Die Überweisung der bewilligten Mittel erfolgt ca. vier Wochen vor Abreise.

Durchführung

Kann es Probleme bei Visaangelegenheiten geben?

Probleme bei Visaangelegenheiten können immer auftreten, gerade da sich die Bestimmungen immer wieder ändern und generell eher komplex sind. Bei einer gründlichen Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage und einer sorgfältigen Antragsstellung können Probleme jedoch in der Regel vermieden werden. Hinweise dazu gibt es bei den Fortbildungen, bei den Ansprechpartnerinnen des Schulpartnerschaftsfonds in China und Deutschland sowie auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes und der chinesischen Botschaft.

Wie soll die Begegnung gestaltet werden?

Im Zuge des Austauschs sollen die deutschen und die chinesischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam an einem Projekt arbeiten, das mit einem Projektergebnis abschließt. Als Projektergebnis denkbar sind z. B. schriftliche Dokumente, Filme, Theaterstücke, Hörspiele, Kunstwerke – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Schülerinnen und Schüler sollen zur selbstständigen Arbeit angeregt werden und ihre eigenen Ideen verwirklichen. Die Lehrkraft übernimmt hierbei eine eher moderierende bzw. anleitende Funktion. Mehr Informationen zum Thema Projektarbeit gibt es im Merkblatt im Downloadbereich bei  Opens internal link in current windowProgramminformationen Mercator Schulpartnerschaftsfonds.


Neben der gemeinsamen Arbeit sind Besichtigungen von außerschulischen Lernorten empfehlenswert. Auch projektrelevante Exkursionen und die Organisation von Vorträgen und Workshops externer Partner bieten sich an.

Wie ist der Versicherungsschutz geregelt?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen für ihre Versicherungen in Deutschland und in China selbst Sorge tragen. Ein Zuschuss zu Versicherungskosten wird nicht gewährt.

Welche Verhaltensregeln sind zu beachten?

Die Begegnung mit einer Schule aus einem anderen Kulturkreis erfordert eine hohe Sensibilität in Bezug auf kulturelle Andersartigkeit. Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte sollten sich vor dem Austausch mit den Verhaltensregeln des jeweils anderen Landes vertraut machen. Die einzelnen Punkte, die dabei zu beachten sind, sind so umfassend, dass eine intensive Vorbereitungsphase dafür eingeplant werden sollte. Hinweise und Hilfestellungen dazu bieten die Fortbildungen für die begleitenden Lehrkräfte, die im Rahmen des Mercator Schulpartnerschaftsfonds Deutschland – China verpflichtend sind.
Darüber hinaus muss ein respektvoller, offener und höflicher Umgang mit den Partnerschulen selbstverständlich sein.

Welche Probleme können auftreten? Wie kann damit umgegangen werden?

Der Mercator Schulpartnerschaftsfonds unterstützt projektbezogene Austauschbegegnungen zwischen deutsch-chinesischen Schulpartnerschaften. Hierbei können Unstimmigkeiten auftreten, die häufig auf interkulturellen Unterschieden beruhen und sich praktisch auswirken können bei


•    der Organisation der Austauschreisen,
•    der gemeinsamen Bearbeitung der Projekte,
•    der Bedeutung von Hierarchien oder
•    der Unterbringung der Teilnehmer in den Gastfamilien.


Besonders die gemeinsame Organisation des Austauschprogrammes sowohl in China als auch in Deutschland kann aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen und Herangehensweisen, z.B. hinsichtlich Planung und Zeitmanagement, zu zeitlichen Verzögerungen und Unstimmigkeiten führen.


Wichtig ist es hierbei, sich in Geduld und Toleranz zu üben. Klare Absprachen und häufiges Kommunizieren nicht nur per Email helfen in der Regel, mögliche Probleme bereits im Vorhinein zu umgehen. Selbstverständlich können auch die Ansprechpartnerinnen beim Goethe-Institut in China und im PAD in Deutschland zu Rate gezogen werden.

Lehrerfortbildung

Für welche Lehrerkräfte ist die Fortbildung gedacht?

Die Fortbildung richtet sich an alle Lehrerinnen und Lehrer, die die durch den Schulpartnerschaftsfonds geförderte Austauschbegegnungen federführend organisieren. Begleitende Lehrkräfte und andere Interessenten können, sofern Plätze vorhanden sind, gegen einen Teilnehmerbeitrag teilnehmen.

Ist die Teilnahme an den Fortbildungen mit Kosten verbunden?

Die Teilnahme- und Reisekosten der Hauptkoordinatoren (eine federführende Lehrkraft pro Schule) werden komplett übernommen. Für weitere Lehrkräfte aus den Teilnehmerschulen beschränken sich die Kosten der Teilnahme an den Fortbildungen auf die Reisekosten sowie eine Selbstbeteiligungspauschale von 60 Euro.

Wann und wo finden die Fortbildungen statt?

Die Lehrerfortbildungen finden in Form einer zweitägigen Fach- und Netzwerktagung einmal jährlich statt. Die nächste Tagung in Deutschland findet vom 13. – 15. November 2018 in Köln statt. Die Fortbildung für die deutschen Lehrkräfte findet in Deutschland, die Veranstaltung für die chinesischen Lehrkräfte in China statt.


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