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Schulaustausch

An der Seite Israels

Im Rahmen von Schulpartnerschaften und einem Stipendienprogramm fördert der PAD den Austausch mit Israel. Seit Dezember 2023 ist er auch Teil der Initiative „WE ARE CONNECTED.“, die nach dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel gegründet wurde.

Im Dezember 2023 wurde in Berlin offiziell die Initiative „WE ARE CONNECTED.“ vorgestellt. Sie lädt deutsche Partnerorganisationen und junge Menschen aus Jugend-, Schul- und Freiwilligenaustauschprojekten ein, mit Personen und Organisationen in Israel gerade jetzt, in den Zeiten nach dem Angriff der Hamas auf Israel, intensiv in Kontakt zu bleiben. "Uns ist es wichtig, unseren Partnern und Freunden in Israel in dieser extrem belastenden Situation unsere Solidarität zu zeigen“, erklärte der Leiter des PAD, Gernot Stiwitz.

Der PAD steht hinter der Erklärung der Kultusministerkonferenz, die die terroristischen Angriffe der Hamas verurteilt und ihre Solidarität mit Israel bekräftigt hat.

Schulpartnerschaften mit Israel

Schulischen Austausch mit Israel fördert der PAD seit mehr als 30 Jahren. So gibt es seit 30 Jahren das Programm „Schulpartnerschaften mit Israel“, das Begegnungen zwischen deutschen und israelischen Partnerschulen bezuschusst. Angesichts der aktuellen Situation in Israel bleiben zahlreiche Schulen derzeit über digitale Kanäle im Kontakt, zumal israelischen Schülerinnen und Schülern bis auf Weiteres Austauschfahrten untersagt wurden. Sobald jedoch ein gegenseitiger Besuch wieder möglich sein wird, können Lehrkräfte über den PAD dafür Fördermittel beantragen. Über den Austausch zwischen der Maria-Ward-Schule in Mainz (einer deutschen PASCH-Schule) und der Schmidt-Schule in Ostjerusalem, einer Deutschen Auslandsschule, gab es vor einiger Zeit einen Bericht im Magazin „Austausch bildet“.

Johannes-Rau-Stipendienprogramm

Das Johannes-Rau-Stipendienprogramm des PAD wiederum gibt jungen Israelis seit mehr als 20 Jahren die Möglichkeit, sich ein aktuelles Bild über Deutschland zu verschaffen, Jugendliche in Deutschland persönlich kennenzulernen, mit ihnen die Schule zu besuchen und in ihren Familien zu Gast zu sein. Es geht zurück auf eine Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. In einer Rede vor dem israelischen Parlament während eines Staatsbesuchs im Jahr 2000 hatte dieser betont, wie wichtig es sei, „dass sich die jungen Menschen unserer beiden Länder kennen lernen, sich gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen und gemeinsam Zukunft suchen.“ Das Abschlussseminar zum Besuch der Stipendiatinnen und Stipendiaten im Oktober 2023 in Berlin wurde überschattet vom Angriff der Hamas auf Israel.

Materialsammlung für Lehrkräfte

Eine hilfreiche Materialsammlung, um mit jungen Menschen zum Thema Antisemitismus zu arbeiten, hat ConAct mit der Publikation „Sichtbar handeln gegen Antisemitismus“ erstellt. Die Methodensammlung für die antisemitismussensible Vor- und Nachbereitung deutsch-israelischer Jugendaustauschprogramme enthält praktische Übungen sowie zahlreiche Methoden und Anregungen. Auch wenn kein Austausch mit Israel ansteht, kann mit dieser Publikation jungen Menschen Wissen zur Geschichte und heutigen Erscheinungsformen von Antisemitismus vermittelt sowie konkrete Handlungsspielräume eröffnet werden.