#NieWiederIstJetzt
Anteilnahme zeigen und Solidarität mit den Menschen üben: Nach dem Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 steht auch der Schüleraustausch zu diesem Appell.
„Die Mitglieder der Kultusministerkonferenz eint das klare Bekenntnis zu den vielfältigen Beziehungen zu israelischen Partnerinnen und Partnern. Diese Kooperationen zu bewahren und zu unterstützen, sehen sie insbesondere jetzt als ihre gemeinsame Aufgabe an.“ Dieser Appell zur Anteilnahme und Solidarität mit den Menschen in Israel findet sich in einer Erklärung, die die Kultusministerkonferenz wenige Tage nach den terroristischen Angriffen der Hamas gefasst hat. Er gilt gerade auch für Schulen, die sich, wie es in der Erklärung weiter heißt, als Orte verstehen, an denen „Frieden, Versöhnung und Toleranz vermittelt werden“. Diesem pädagogischen Auftrag fühlen sich PAD und Bundesländer verpflichtet mit ihren Programmen für Austausch und Begegnungen mit Israel ‒ durch Schulpartnerschaften, Lehrerfortbildungen und Schülerstipendien. Einen Einblick in diesen Austausch, der durch die terroristische Gewalt herausgefordert wird, wollen wir auch auf dieser Seite zusammenstellen.
Hier ist die Erklärung der Kultusministerkonferenz nachzulesen.
Die Initiative „WE are connected“ steht für Solidarität mit den Menschen in Israel. Der PAD unterstützt die Initiative.
Der Ton macht die Musik
Ohad Stolarz nahm 2006 am Johannes-Rau-Stipendiatenprogramm teil - und lernte so das Herkunftsland seiner Großeltern kennen. Mittlerweile lebt er als Musiker und Komponist in Berlin.
Hier nachlesenJohannes-Rau-Stipendium
Das Johannes-Rau-Programm ermöglicht israelischen Jugendlichen, Deutschland kennenzulernen, deutschen Jugendlichen zu begegnen und neue Freundschaften zu schließen. Ihren Aufenthalt verbringen sie in einer Gastfamilie und besuchen mit ihren Gastgeschwistern deren Schule. Außerdem reisen die israelischen und deutschen Jugendlichen gemeinsamen zu einem Seminar nach Berlin. Das Stipendium geht zurück auf eine Initiative des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau.
Veranstaltungshinweis
Auch 2025 plant der Pädagogische Austauschdienst gemeinsam mit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen eine Fachtagung zu deutsch-israelischen Schulpartnerschaften. Diese wird voraussichtlich vom 3. bis 5. Dezember 2025 in Berlin stattfinden. Bei Interesse an einer Teilnahme, merken Sie sich diesen Termin gerne vor. Für aktuelle Informationen zur Tagung können Sie sich an Simon Dirksen wenden, um in einen Mail-Verteiler aufgenommen zu werden.
Johannes-Rau-Stipendium in der Praxis
Erfahrungen
Schulpartnerschaften mit Israel
Im Juli 2025 besuchten acht israelische Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte die Partnerschule in Heidelberg. Das Wertvollste für die Teilnehmenden war dabei, dass sie die Belastung des Kriegs in ihrer Heimat für eine kurze Zeit hinter sich lassen konnten. Koordinatorin Anita Seidler-Maafi berichtet: „Wir wollen den Gästen aus Israel hier Ruhe und Erholung ermöglichen, ihnen Normalität bieten und Anlässe schaffen, um über sich, ihre Gefühlslage und die ihrer Mitmenschen zu sprechen.“
Neben Schülerbegegnungen fördern wir beim Pädagogischen Austauschdienst auch vorbereitende Besuche kleinerer Delegationen an der Partnerschule – in Deutschland oder in Israel. Zwei Lehrkräfte des Katharinen-Gymnasiums Ingolstadt (Bayern) nutzten dieses Angebot, um sich vor Ort ein Bild von der neuen Partnerschule in Jerusalem zu machen. An der Max Rayne Highschool werden jüdische sowie arabische Kinder gemeinsam und zweisprachig unterrichtet, um Vorurteile abzubauen und Verständigung zu fördern. Die Gäste aus Ingolstadt zeigten sich begeistert: „Die Atmosphäre an der Max Rayne Highschool ist inspirierend. Hier wird täglich gelebt, was wir uns für eine friedliche Zukunft wünschen.“ Sobald die Sicherheitslage es erlaubt, sollen gegenseitige Austausche mit Schülerinnen und Schülern stattfinden.
Schulpartnerschaften in der Praxis
Initiativen der Bundesländer
Testimonial
In Verbindung bleiben
Lesen Sie mehr zum Austausch mit Israel im Rahmen von Schulpartnerschaften, Lehrkräftefortbildungen und Schülerstipendien im PAD-Magazin.
Israel und das EU-Programm Erasmus+
Israel ist im Rahmen des EU-Programms ein nichtassoziiertes Drittland (siehe Übersicht) - direkter Austausch mit israelischen Schulen kann also durch Erasmus+ nicht gefördert werden. Es gibt aber Kooperationen im Hochschulbereich und eine Nationale Agentur Erasmus+ Israel.
Dennoch ist die Auseinandersetzung mit jüdischem Leben in Europa in der Vergangenheit und Gegenwart auch im Rahmen europäischer Projektarbeit an Schulen sinnvoll. Gerade die Erasmus+ Priorität “Demokratiebildung und europäische Werte” bietet dafür viele Anknüpfungspunkte.
Darüber hinaus ermöglicht eTwinning es Lehrkräften, auch Kolleginnen und Kollegen aus Israel (oder anderen Nicht-EU-Staaten) zu bestehenden Onlineprojekten hinzuzufügen und so digitalen Austausch für Schulklassen zu organisieren.
Projektbeispiele: Europäische Erinnerungskultur
Erinnerungskultur mit Erasmus+
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Im Herbst 2001 kam erstmals eine Gruppe junger Israelis als Johannes-Rau-Stipendiatinnen und -Stipendiaten nach Deutschland. Was aus ihnen und auch ihren deutschen Gastgebern geworden ist, erzählen zehn Alumni-Porträts einer Veröffentlichung, die wir anlässlich des 20jährigen Bestehens des Programms erstellt haben.
Ressourcen für Schulen
Die Kultusministerkonferenz (KMK) und der Zentralrat der Juden in Deutschland haben ein gemeinsames Onlineportal mit Materialien zur Vermittlung jüdischen Lebens und zur Prävention von Antisemitismus in Schulen eingerichtet. Die Inhalte sind thematisch gegliedert und für den Einsatz in verschiedenen Schulformen und Fächern geeignet.
Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) Bayern hat einen Materialpool für Unterricht im Bereich der Antisemitismusprävention zusammengestellt. Die Projekte sind zumeist nicht an eine Schulart oder Jahrgangsstufe gebunden, sondern bieten Anregungen auch für andere Schularten und Jahrgangsstufen.
Die Website We, the six million zeigt Lebenswege jüdischer Einwohnerinnen und Einwohnern des Rheinlandes während des Holocaust. Am Beispiel einzelner Biographien werden die Auswirkungen von Antisemitismus konkret erfahrbar. Außerdem gibt es Informationen über Schulprojekte und Unterrichtsmaterialien für den Austausch.
„Sichtbar handeln gegen Antisemitismus“: Das Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ConAct hat Materialien für die antisemitismussensible Vor- und Nachbereitung des deutsch-israelischen Jugendaustauschs zusammengestellt ‒ mit praktischen Übungen sowie zahlreichen Methoden und Anregungen.
Die Handreichung „Bildung und Begegnung nach dem 7. Oktober“ bietet Hintergründe zum Terrorangriff auf Israel im Oktober 2023 und pädagogische Materialien für deutsch-israelische Jugendbegegnungen. Herausgeber ist das Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ConAct.
Beratung
Sie möchten mehr wissen über Austausch mit Israel erfahren? Wir beraten Sie gerne.
Simon Dirksen
Telefon: +49 228 501-216
E-Mail: simon.dirksen(at)kmk.org
Sie erreichen mich von Montag bis Freitag
von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Elisabeth Hampel
Telefon: +49 228 501-109
E-Mail: elisabeth.hampel(at)kmk.org
Sie erreichen mich von Montag bis Freitag
von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr
